Nördlich der Insel Lanzarote vorgelagert, findet man die kleine vulkanische Insel Alegranza, die seit dem Jahre 2002 als prägnantes Kulturgut eingestuft wird. Daher ist die gerade mal 10 Quadratkilometer große Insel eine der schönsten Naturgebiete des kanarischen Archipels, und weist eine besonders imposante landschaftliche Kulisse auf. Seit Jahrzehnten unbewohnt, finden hier viele Zugvögel Unterschlupf und können auf diesem unter Naturschutz stehenden Areal unbekümmert ihren Nachwuchs aufziehen.
Zur landschaftlichen Interpretation lässt sich anführen, dass die kleine Insel im Atlantischen Ozean dominiert wird von dem massiven Formatierungen des Vulkanes Montana de Alegranza. Im westlichen Teil der Insel überragt dieser mit seiner imposanten Höhe von 289 Metern seine beiden Ausläufer den Montana Lobos sowie den la Rapadura Vulkan, die sich ebenfalls auf Alegranza befinden. Inmitten einer Vegetation, die von den blühenden Auswüchsen der robusten Wolfsmilchgewächsen geprägt ist, findet man heute noch zahlreiche Ruinenbauten vor, die auf eine ehemalige Besiedlung vor Jahrzehnten verweisen.
An der östlichen Landzunge dieser sehenswerten vulkanischen Insel, steht ein weiterer Zeitzeuge aus dem 19. Jahrhundert. Dieser Leuchtturm, der mit seinen 18 Metern Höhe auch heute noch in Betrieb ist, verweist die anlegenden Boote mit zunehmender Sicherheit an den schmalen Steg der privatisierten Insel Alegranza, die man aber gerne besuchen kann.
Text von Claudia Schleicher
