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Femes

Das Dorf Femes, welches sich im südlichen Inselteil Lanzarotes befindet, entstand der Erzählung nach aus den Folgen eines seeräuberischen Angriffs. Einst stand die ehrwürdige San Marcial Kirche aus dem 15. Jahrhundert auf den Klippen der Rubicon Küste, die jedoch keinerlei Schutz bot vor Piraten und Seeräubern. Nach einem erneuten vandalischen Angriff entschloss man sich, diese bedeutende Kirche nahe des Berges Atalaya de Femes wieder aufzubauen, der sich mit seiner beachtlichen Höhe von 608 Metern dort erhebt. Das fruchtbare Land dieser Region wurde der Erzählung nach sehr rasch besiedelt, wenngleich sich seine heutige Einwohnerstärke nur auf 244 Bewohner beläuft.

Mit dieser erstmaligen Besiedlung entstand in dieser Region eine kleine Oase, die bekannt ist für ihren schmackhaften Käse aus traditioneller Herstellung sowie den ertragsreichen Ernten von Gemüse und Kartoffeln. Diese fruchtbare Rubicon Ebene ist seit jeher ein besonders wirtschaftlicher Aspekt der Insel Lanzarote. Mit Sicherheit sind auch diese wundervollen landschaftlichen Aspekte der Grund, warum Femes zunehmend im touristischen Interesse steht, und vermehrt zahlreiche erholungssuchende Reisende diese ländliche Idylle bevorzugen. Femes kann man zudem auch als Balkon der Rubicon Ebene bezeichnen, da sich aufgrund der erhöhten Lage ein wundervoller Panoramablick auf die angrenzenden Weiten des Landes sowie die berauschende Kulisse des Atlantischen Ozeans ergibt.

Im Mittelpunkt dieses Dorfes steht jedoch seit der damaligen Entstehung die heilige Kirche San Marcial, deren Schutzpatron der erste Bischof von Lanzarote ist. Ihm zu Ehren findet in dieser Region alljährlich am 7. Juli ein mehrtägiges Fest statt, welches mit einer sehenswerten Prozession eingeläutet wird. Dieser religiöse Umzug wird angeführt von einer Statue des heiligen San Marcial, und steht im Interesse zahlreicher Gläubigen aus allen Regionen der Kanaren. Auch für den Besucher ist dieser Umzug eine zusätzliche Bereicherung und verspricht Einblicke in das traditionelle Leben der einheimischen Volkskunst.

Vielleicht ist Femes nicht für den quirligen Urlauber geeignet, der das aktive Nachtleben schätzt, da hier bekanntermaßen die “Bordsteine abends hoch geklappt” werden. Allerdings ist Femes eine Quelle der Ruhe und Regenerierung, die von vielen Besucher gerade deswegen besonders geschätzt wird. Die naturelle Verbundenheit und die Integration in eine unverfälschte Landschaft ermöglichen jedoch auch hier einen aktiven Urlaub, der mit Wanderungen und Reitausflügen gewürzt werden kann.

Text von Claudia Schleicher