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La Geria

Die Region La Geria im Herzen der Insel Lanzarote ist ein weitläufiges Areal von rund 5255 Hektar und steht aufgrund seiner spezifischen Anbauflächen unter Naturschutz. Nahe dem Gemeindegebiet von Yaiza gelegen entstand hier aus dem vulkanischen Ursprung das ertragsreichste Weinanbaugebiet der kanarischen Inseln.

Dieses zum Weltkulturerbe ernannte Territorium ist aufgrund seiner spezifischen Bodensubstanz, die vulkanischer Herkunft ist, ein besonders begehrtes Ausflugsziel für jeden interessierten Reisenden. Hierzu ergeben sich natürlich in erster Linie einige Fragen, da man sich oftmals nicht vorstellen kann, dass aus einer zerstörerischen Substanz wie Lava ein solch ertragsreiches Gebiet entstehen kann. Um dieses Phänomen zu veranschaulichen, empfiehlt sich eine kurze Zusammenfassung der Begebenheiten.

Im 17. Jahrhundert erschütterten schwere Vulkanausbrüche diese Region, wobei in La Geria enorme Mengen an Vulkanasche zu Boden gingen. Daraus entwickelte sich mit der Zeit eine bis zu 3 Metern dicke sogenannte Lapilli Schicht. Diese Schicht wurde seinerzeit von den damaligen Bewohnern stellenweise durchgraben, um so wieder zu den ehemals ertragsreichen und fruchtbaren Boden zu gelangen. In diese einzelnen Bohrstellen pflanzten die Bewohner dann einzelne Gewächse oder auch Weinreben, die aufgrund der einfassenden Lapillischicht einen natürlichen Schutz vor Trockenheit aber auch Niederschläge besaßen.

Diese entstandene Kapillarwirkung und die daraus resultierenden überzeugenden Ergebnisse veranlassten die Bewohner dazu, diese effiziente Förderung des Pflanzenwachstums auf das gesamte Areal umzulegen. So entstand innerhalb kürzester Epoche das ertragsreiche La Geria Gebiet, dass bekannt ist für seinen vorzüglichen milden Wein. Teilweise wurden diese massiven Vulkanschichten auch abgetragen um den natürlichen Schutz, der zugleich auch einen Wasserspeicher sowie eine Wärmequelle darstellt, auf andere Teile der Insel auszuweiten. Besonders standen hier im Förderprozess die Inselteile, die von keiner Auswirkung eines Vulkans betroffen waren. So entwickelte und förderte man mit der Zeit auf ganz Lanzarote sowohl die Kultivierung der Weinreben als auch die ertragsreichen Ernten im Gemüse und Obstanbau, der augenscheinlich doch im unmittelbaren Kontrast zur kargen Lava Vegetation steht.

Für den interessierten Reisenden ist sicherlich eine ausführlichere Erklärung dieser natürlichen Wachstumsförderung interessant, die man anhand von Illustrationen im Weinmuseum El Grifo vorfindet, dass sich in unmittelbarer Nähe befindet. Man kann hierbei anmerken, dass diese einmalige Förderung im internationalen Augenmerk steht, und das Museum of Modern Art in New York dieses Gebiet als ein ganzheitliches Gesamtkunstwerk betrachtet. Erwähnenswert ist an dieser Stelle auch die ertragsreiche Ernte des Weinanbaugebietes Lanzarote, dass pro Jahr etwa fünf Millionen Liter Wein in alle Länder der Welt expandiert.

Text von Claudia Schleicher