Im Verhältnis zu anderen Gemeinden auf der Insel Lanzarote ist die kleine Gemeinde San Bartolome überaus dicht frequentiert. So leben hier auf einer Gesamtfläche von nur 41km² über 17610 Einwohner. Der überwiegende Teil dieser Bevölkerung lebt jedoch nicht in der gleichnamigen Hauptstadt, sondern in der zugehörigen Ortschaft Playa Honda. In San Bartolome hingegen leben nur rund 500 Einwohner, die jedoch mit diesen Ort auf besondere Weise verbunden scheinen.
Der kleine Ort im östlichen Inselteil, präsentiert sich von einer besonders reizvollen Facette. Diese äußert sich zunehmend in der besonderen Bauweise der Häuser, die ein gewisses Südstaaten Flair versprühen. So erinnert das Rathaus mit seinen schmucken Eingang und der weitläufigen Terrasse an ein typisch amerikanisches Herrenhaus, dass in unmittelbarer Nähe zur wundervollen Pfarrkirche residiert. Im 17. Jahrhundert erbaut, erstrahlt diese Kirche heute im neoklassizistischen Sakralbauweise und besticht durch ihre kunstvoll geschliffenen Vulkansteine, die teile der Kirche schmücken. Besonders sehenswert ist hier auch das Museum Tanit, welches sich mit der Ethnografie befasst und eine attraktive Bereicherung zum Kulturhaus darstellt.
Aber auch die nahe Umgebung des Ortes San Bartolome ist eine äußerst attraktive Offensive, die man gerne erkunden sollte. So findet man im Nachbarort Mozaga ein Anwesen, welches die typische Integration des damaligen Landlebens darstellt. Auf kleiner Fläche findet man hier ein Museum, Restaurantes, Geschäfte sowie Werkstätten die allesamt zum gleichen Anwesen gehörend erscheinen. Dieses Sinnbild charakterisiert die damalige Zusammengehörigkeit und stellt eine gewisse Harmonie in der heutigen schnelllebigen Zeit dar.
Playa Honda hingegen kann man als eine reine Wohnsiedlung bezeichnen, die aufgrund ihrer landschaftlichen Kulisse für viele Einheimische ein begehrter Lebensraum ist. Allerdings erhält aus dieser genannten naturellen Schönheit heraus, der Ort auch immer mehr Zuspruch von touristischer Seite, die hier gerne die schönste Zeit des Jahres verbringen.
Text von Claudia Schleicher
