abstrakte Perfektion-Cesár Manrique

Ein Name, der den Besucher auf Lanzarote immer wieder begegnen wird, ist der des abstrakten aber genialen Künstlers Cesár Manrique. Im Jahre 1919 in Arrecife geboren, kann man nicht umgehen diesen Mann als Phänom zu bezeichnen, für dessen Ideale es keine Grenzen zu geben scheint. Er vereinte in sich künstlerische Fertigkeit, die präzise Perfektion eines Architekten, das handwerkliche Geschick eines Bildhauers aber auch das loyale Engagement eines aktiven Umweltschützers.

Seine Welt und die zielgerichtete Aussage die er mit seinen Kunstwerken zum Ausdruck bringen wollte, prägt auch heute noch das Geschehen der Insel. So zählt seine Stiftung im Herzen der Insel als begehrte Ausflugsoption zahlreicher Reisender, die angesichts deren Ausbauung in stumme Bewunderung sowie Faszination verfallen. Manrique´s Wohnhaus gestaltete dieser mit Hilfe der Integration natürlicher Lavablasen, die das Haus zu einem skurrilen Meisterwerk erheben. Nach seinem Tod im Jahre 1992 ist dieses Haus eine lebende Gedenkstätte an ihn, und man findet hier zahlreiche Meisterwerke bekannter Künstler wie etwa Picasso oder Miro.

Cesár Manrique

Cesár Manrique

Dieser Mann verstand es seinen Leitspruch in die Tat umzusetzen, und beeindruckte auf diese Weise Tausende von Menschen. Die harmonische Kooperation und die einmalige Verbindung zwischen Menschen und Natur standen bei seinen architektonischen Leistungen stets im Mittelpunkt der Planung und Gestaltung. Gekonnt wurden vorhandene Begebenheiten integriert, genutzt oder auch durch eine ausstrahlende Objektivität unterstrichen. Sein besonderes Merkmal der bevorzugten runden Bauweise findet man beispielsweise am Aussichtspunkt des Mirador del Rio. Auch bei der Gestaltung des Kakteen Parks Jadin in Guatiza war Manrique beteiligt, und seine Handführung hinterließ hier besondere Spuren, die von seiner Genialität zeugen.

Klarhet und Struktur in Perfektion

Er selbst sah sich als Maler, dem es gelingt seine Werke durch Klarheit und Struktur in die naturelle Landschaft zu integrieren, und hierbei einen lebendigen Kontrast zum Leben zu erwecken. Jedoch sollte diese daraus resultierende neue Perspektive nicht zu Lasten der Natur gehen, aber auch die Funktionalität nicht beeinträchtigen. Dies ist ein deutliches Merkmal seiner Werke, die die Symbiose des Menschen und der Natur vorbildlich wiedergibt.

Ergänzend lässt sich noch ein Zitat Manrique´s anführen, dass auch in der heutigen Zeit zum Nachdenken anregt: ” Mit absoluter Freiheit zu schöpfen, ohne Ängste und Rezepte, tröstet die Seele und öffnet einen Weg, für die Freude zu leben!”